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Corona: Die Pandemie der Geimpften, und: einen guten Rutsch ins neue Jahr

Zum Jahresausklang gibt es heute noch einmal interessante Erkenntnisse zur Entwicklung der Pandemie. Denn es scheint, als ginge die Pandemie langsam vorüber – zumindest für die, die sich bislang nicht für eine Impfung entschieden haben.

Können Sie sich noch erinnern, als vor allem in der zweiten Jahreshälfte 2021 der Begriff der „Pandemie der Ungeimpften“ in herkömmlichen Medien und von der Politik verbreitet wurde? Um die Bereitschaft zum Impfen zu erhöhen, hatte man das Narrativ hierauf umgestellt, und viel zu viele sind hierauf völlig kritiklos eingestiegen und hereingefallen. Wir durften dann auch erfahren, dass in den Krankenhäusern bis zu 90% Ungeimpfte seien, wobei diese doch recht konkrete Angabe schon deswegen verwundert, weil es bis heute keine genauen Zahlen dazu gibt, wie viele Patienten tatsächlich geimpft oder ungeimpft sind bzw. ob diese tatsächlich wegen Corona im Krankenhaus sind oder sich zwar dort befinden, aber aus gänzlich anderen Gründen und nur eben ein positives PCR-Testergebnis haben.

Selbst in den herkömmlichen Medien ist aber in den letzten Wochen dann zu lesen gewesen, dass es verschiedene Bundesländer mit der Erfassung der Daten nicht so genau nehmen, insbesondere indem man Patienten, bei denen der Impfstatus unbekannt ist einfach mal zu den Ungeimpften zählt oder indem als geimpft nur gilt, bei wem die zweite Dosis bereits 14 Tage zurückliegt.

Man muss eigentlich nicht lange darüber nachdenken um zu erkennen, dass verlässliche Zahlen so nicht ermittelt werden können. Bemerkenswert: erst seit Mitte Dezember wird aufgrund der aktualisierten DIVI-Intensivregister-Verordnung vom 12.11.2021 im DIVI-Intensivregister der Impfstatus erfasst. Zwar gab es davor auch schon Möglichkeiten, zumindest teilweise diese Daten zu sammeln – was aber je nach Bundesland (und teilweise soga je nach Krankenhaus) recht unterschiedlich gehandhabt wurde. Es ist schon erstaunlich, welche Nachlässigkeiten in dieser Pandemie offenbar folgenlos möglich sind.

Jedenfalls: kritische Beobachter haben schon länger darauf hingewiesen, dass es eine Pandemie der Ungeimpften nicht gibt. Sogar unser Oberguru für Corona der wohl am meisten beachtete Experte Deutschlands für Coronaviren hat bereits Anfang November klargestellt, dass wir keine Pandemie der Ungeimpften haben.

Quelle: https://www.berliner-zeitung.de/news/drosten-wir-haben-keine-pandemie-der-ungeimpften-li.194322

Ein kleiner Fauxpas ist ihm dabei aber dann doch unterlaufen, denn er sprach davon, dass es eine Pandemie aller Menschen unabhängig vom Impfsatus sei.

Wie die neusten Daten nun zeigen, scheint das zumindest für die aktuell durchs Dorf getriebene Sau Omikron nicht mehr zu stimmen. Ein Blick in den wöchentlichen COVID-19-Lagebericht des RKI vom 30.12.2021 offenbart auf Seite 14 erstaunliches:

„Zu den im Meldesystem vorliegenden Omikronfällen sind zum Teil Zusatzinformationen bekannt. Für 6.788 Fälle wurden Angaben zu den Symptomen übermittelt, es wurden überwiegend keine oder milde Symptome angegeben. Am häufigsten wurde von Patientinnen und Patienten mit Symptomen Schnupfen (54 %), Husten (57 %) und Halsschmerzen (39 %) genannt. 124 Patientinnen und Patienten wurden hospitalisiert, vier Person sind verstorben. Für 543 (5 %) Fälle wurde eine Exposition im Ausland angegeben. 186 Patientinnen und Patienten waren ungeimpft, 4.020 waren vollständig geimpft,von diesen wurde für 1.137 eine Auffrischimpfung angegeben. Auf Basis der übermittelten Daten wurden unter allen übermittelten Omikron-Infektionen 148 Reinfektionen ermittelt, zu keiner der von Reinfektion betroffenen Person wurden Vorerkrankungen übermittelt. (…)“

Quelle: https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Situationsberichte/Wochenbericht/Wochenbericht_2021-12-30.pdf?__blob=publicationFile

Das bedeutet: Omikron hat hiernach etwa 4% Ungeimpfte getroffen.

Knapp 96% der (mit Status) bekannten Omikron-Fälle allerdings waren vollständig geimpft, ein Drittel hatte sogar schon eine Auffrischungsimpfung erhalten.

UPDATE vom 03.01.2022: Das RKI hat nachträglich und ohne Kommentar die in dem Bericht genannten Daten verändert. Anstatt 186 ungeimpfter Patienten wird die Zahl nun mit 1097 angegeben. Damit verschiebt sich das Verhältnis von ungeimpften Patienten (nun 21%) zu geimpften Patienten (nun 79%), was aber an den nachfolgenden Ausführungen meinerseits nichts ändert.

Nun mag man das mit verschiedenen Überlegungen erklären können: angesichts der auf knapp über 70% angewachsenen Impfquote ist es statistisch wahrscheinlich, dass es vermehrt zu Infektionen bei Geimpften kommt. Allerdings soll Omikron ja in der Lage sein, den Impf- bzw. Genesenenschutz zu umgehen, so dass mich persönlich diese Behauptung nicht wirklich überzeugt. Wäre das die Erklärung, dann müsste die Verteilung der Omikron-Fälle in etwa der Impfquote entsprechen, also etwa 30% Ungeimpfte und 70% Geimpfte.

Es könnte auch sein, dass nun genau das eintritt, was ich vor ein paar Wochen in meinem Artikel

Quelle: https://www.schreiner-lederer.de/corona-schon-orwell-wusste-die-impfpflicht-kommt/

bereits einmal für den in Österreich verhängten Lockdown geschrieben hatte: nämlich dass dort einfach alle in den Lockdown geschickt werden um zu verschleiern, dass selbstverständlich auch Geimpfte von Infektionen betroffen sind und andere anstecken können. Denn auch bei uns ist dieses ganze Gedöns rund um die 2G/ 3G-Regelungen im Endeffekt nichts anderes als ein halbherziger Lockdown für Ungeimpfte, so dass sich Omikron nun eben bei den freilaufenden Versuchskaninchen geschützten Geimpften verbreiten muss, nachdem dem Virus ja gar nichts anderes mehr übrig bleibt.

Das zeigt sich im Übrigen auch bei der Auswertung von Antigen-Schnelltests, bei denen etwas mehr als 90% der positiven Ergebinsse zwei- bzw. dreifach Geimpfte betreffen:

Quelle: https://twitter.com/RadioGenova/status/1475372435335786499

Das Dumme an der Sache: im besten Deutschland aller Zeiten wird aller Voraussicht nach zeitnah nach dem Jahreswechsel eine allgemeine Impfpflicht eingeführt. Was soll man davon halten? Meine persönliche Vermutung: nachdem unser oberstes Versuchskaninchen Bundeskanzler Olaf Scholz ja zuletzt davon gesprochen hat, dass es keine Spaltung in der Gesellschaft gibt, muss die Gesellschaft nun wohl zwangsweise in einen für alle geltenden Status Quo überführt werden. Das ist eben echte Solidarität: Pandemie ist nur, wenn alle mitmachen.

Ungeachtet all dieses Corona-Unfugs: lassen Sie uns hoffen und alles dafür tun, dass 2022 ein besseres Jahr wird. Ob es dazu eine egal wie geartete Impfpflicht braucht, glaube ich nicht, wohl aber, dass ein Ende der Panikmache allen von uns gut tun würde.

Mein Vorschlag: lassen Sie uns auf 1G übergehen – mit der Bedeutung von G = gesund.

Wer gesund ist, soll wieder so leben können wie noch vor März 2020, und wer nicht gesund, sondern krank ist (und ich meine: krank, nicht: positiv gestestet!), der soll sich eben behandeln lassen und auskurieren. Wer will, darf sich auch gerne impfen lassen – aber doch bitte aus gesundheitlichen Gründen und nicht deswegen, weil man ins Restaurant, Kino oder in den Urlaub möchte. Und zu guter Letzt: wenn es wirklich um Gesundheit geht, dann wäre es vielleicht langsam eine Idee, auf evidenzbasierte Maßnahmen (wie insbesondere den Schutz der wirklich gefährdeten Gruppen) umzuschwenken, anstatt an der allmählich lächerlich werdenden Symbolpolitik festzuhalten.

In diesem Sinne wünschen wir allen einen guten Rutsch ins neue Jahr – und zwar unabhängig davon, ob Sie geimpft oder ungeimpft sind.

Rechtsanwalt Matthias Lederer

Ihr Ansprechpartner im Medien- & Urheberrecht, Wettbewerbsrecht, Datenschutzrecht und allgemeinen Zivilrecht (insbesondere Mietrecht)